Papier oder digitale Notizen – Welche Methode passt zu dir?
Die Frage, ob man Notizen lieber auf Papier oder digital macht, ist nicht nur eine persönliche Entscheidung, sondern auch eine, die stark davon abhängt, wie man selbst arbeitet und welche Ziele man mit seinen Notizen verfolgt. In diesem Artikel möchte ich die Vor- und Nachteile beider Methoden beleuchten und dir einige nützliche Tipps geben, wie du die Vorteile von analogen und digitalen Notizen miteinander kombinieren kannst.
Falls du lieber zuhören möchtest – hier kannst du in die Podcastfolge zu diesem Thema reinhören:
Analog vs. Digital: Ein direkter Vergleich
Um dir bei der Entscheidung zu helfen, schauen wir uns die Stärken und Schwächen beider Methoden genauer an.
Papiernotizen:
Digitale Notizen:
Warum digitale Notizen nicht alles sind – Die wissenschaftliche Perspektive
Obwohl digitale Notizen viele Vorteile bieten, zeigt die Forschung, dass handschriftliches Schreiben tatsächlich kognitive Vorteile hat. Eine Studie von Audrey van der Meer* und ihrem Team, die die Auswirkungen von Handschrift auf die Gehirnaktivität untersuchten, hat gezeigt, dass das Schreiben von Hand neuronale Prozesse stärker anregt als das Tippen auf einer Tastatur. Eine weitere Studie der University of Tokyo* belegt, dass das Schreiben auf Papier das Erinnerungsvermögen verbessert – ein Prozess, der durch die sensorische Erfahrung des Schreibens auf physischem Papier begünstigt wird.
Das bedeutet nicht, dass wir auf digitale Notizen verzichten sollten. Vielmehr geht es darum, zu verstehen, wann und warum jede Methode ihre Berechtigung hat. Beide Methoden bieten einzigartige Vorteile, die du je nach Bedarf nutzen kannst.
Meine Erfahrungen mit digitalen und analogen Notizen
Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Tools ausprobiert, um herauszufinden, welche Methode mir am meisten zusagt:
Rocketbook: Ein abwischbares Notizbuch, das digitale Notizen ermöglicht, indem du sie mit einer App scannst. Die Idee ist gut, aber das Schreiben auf Plastik fühlt sich für mich nicht wie echtes Papier an.
Word / Docs: Ich habe versucht, in Programmen wie Word oder Google Docs zu zeichnen, aber das ist etwas langsamer und erfordert Übung.
Apple Pencil und Notion/Monday.com: Ich benutze den Apple Pencil, um Notizen zu machen und diese direkt in Tools wie Notion oder Monday.com zu übertragen. Das funktioniert gut, wenn ich handschriftliche Notizen in digitale Notizen umwandeln möchte.
Moleskine Smart Writing Set: Mit diesem Set kann ich handschriftliche Notizen auf Papier machen und sie anschließend digital speichern – ein schöner Hybrid zwischen analog und digital.
Digitale Notizen in Workmanagement-Tools: Ich nutze digitale Notizen vor allem in Tools wie Notion und Monday.com, um meine Aufgaben und Projekte strukturiert zu verwalten.
Die perfekte Kombination: So nutzt du digitale Notizen und Papier effektiv
Wenn du das Beste aus beiden Welten nutzen möchtest, hier einige Strategien, die ich selbst entwickelt habe:
✔ Visionen & Ziele auf Papier schreiben – Ich schreibe meine Visionen und Ziele zuerst auf Papier, um kreativ zu sein, und digitalisiere sie dann in Tools wie Notion oder Monday.com, um sie zu verfolgen und strukturiert zu bearbeiten.
✔ Kalender & Termine digital organisieren – Termine sind bei mir ausschließlich digital, inklusive Erinnerungen und Verknüpfung mit E-Mails. Das sorgt für Klarheit und hilft mir, alles im Blick zu behalten.
✔ Aufgabenmanagement digital – Um Aufgaben effektiv zu verwalten, nutze ich digitale Tools, die es mir ermöglichen, alles strukturiert zu organisieren.
✔ Brainstorming & kreative Ideen auf Papier – Für kreative Ideen und Brainstorming setze ich oft auf Papier, um den kreativen Fluss zu fördern. Anschließend übertrage ich alles ins digitale Tool, um es weiter zu verarbeiten.
✔ Reflexion auf Papier – Ich finde es hilfreich, Gedanken und Reflektionen in einem Journal zu notieren, da dies den Prozess der Selbstreflexion unterstützt.
✔ Journaling – Auch beim Journaling wechsle ich je nach Lust und Laune zwischen Papier und digitalen Notizen.
✔ 5-Minuten-Schreiben für Gedankenentleerung – Ein schneller Notizen-Flow hilft mir, den Kopf freizubekommen, besonders an stressigen Tagen.
✔ Mindmapping – Für komplexe Ideen beginne ich oft mit einer Mindmap auf Papier und digitalisiere sie dann, um sie weiter auszuarbeiten.
Fazit: Das Beste aus beiden Welten
Die Wahl zwischen analog und digital muss keine Entweder-oder-Entscheidung sein. Es geht darum, beide Methoden gezielt zu nutzen, um das Beste aus beiden Welten zu kombinieren. Digitale Notizen eignen sich hervorragend für Struktur, Organisation und Effizienz. Doch unterschätze nicht die Vorteile des handschriftlichen Schreibens, wenn es um Kreativität, Reflexion und tiefgehendes Lernen geht. So kannst du deinen Arbeitsalltag produktiver und stressfreier gestalten.
Was ist deine bevorzugte Methode? Schreibst du lieber auf Papier oder nutzt du digitale Notizen? Ich freue mich darauf, von dir zu hören und auszutauschen!