Eat the Frog neu gedacht: Produktivität im Business 2026

Ist Eat the Frog in 2026 noch up-to-date? 

Kennst du diese eine Aufgabe, die dir schon morgens ein leichtes Ziehen in deiner Magengegend macht? Du weißt, sie ist wichtig. Du weißt, sie sollte erledigt werden. Und trotzdem findest du tausend andere Dinge, die plötzlich sehr viel dringender erscheinen (Aufräumen, deine Emails beantworten, Instagram auszuscrollen..).

Genau für solche Situationen gibt es eine der bekanntesten Produktivitätsmethoden überhaupt: Eat the Frog.

Und genau darüber möchte ich heute schreiben. Allerdings nicht, um dir die Methode zu erklären, sondern um sie einzuordnen. Für unsere Zeit. Für unseren Business-Alltag. Für das, was Arbeit Stand heute wirklich ist.

Denn die dieses Prinzip wurde vor über 20 Jahren entwickelt und finde die Frage: „Ist das heute überhaupt noch so anwendbar?“ angebracht.

Was Eat the Frog ursprünglich meint

Das Prinzip geht auf Brian Tracy zurück. Die Metapher ist bewusst überspitzt: Wenn du morgens einen Frosch essen müsstest, wäre alles andere am Tag leichter.

Der Frosch steht dabei nicht einfach für irgendeine Aufgabe. Er steht für genau die Aufgabe, die wichtig ist, die Wirkung hat und bei der wir gleichzeitig den größten inneren Widerstand spüren. Nicht, weil wir faul sind, sondern weil sie uns fordert. Weil sie uns aus der Komfortzone holt. Weil wir vielleicht noch nicht genau wissen, wie wir anfangen sollen.

Die Idee dahinter ist grundsätzlich sinnvoll: Dinge nicht aufzuschieben, sondern Verantwortung zu übernehmen. Sich bewusst dem zu widmen, was Bedeutung hat.

Eat the Frog in 2026

Eat the Frog geht davon aus, dass wir morgens klar, ruhig und unbeeinflusst in unseren Tag starten. Dass wir direkt fokussiert loslegen können, ohne Ablenkung, ohne Kontextwechsel, ohne äußere Einflüsse.

Wenn ich mir meinen heutigen Arbeitsalltag anschaue, dann hat das mit dieser Annahme wenig zu tun. Zwischen dem Moment, in dem ich abends den Laptop zuklappe, und dem nächsten Morgen ist oft schon unglaublich viel passiert. E-Mails sind reingekommen, Termine haben sich verschoben, neue Anfragen sind da, Dinge haben sich verändert.

Das alles mal für 1-2 Stunden zu ignorieren und sofort mit einer großen, fordernden Aufgabe zu starten, ohne zu wissen, was da so schlummert? Das erzeugt ziemliche Unruhe in mir. Ich möchte wissen, wie mein Tag aussieht. Ich möchte einschätzen können, was heute wirklich Raum hat und was nicht und auf was ich eventuell flexibel reagieren muss.

Meine heutige Art, mit dem Frosch umzugehen

Statt sofort mit der unangenehmsten Aufgabe zu starten, beginne ich meinen Tag bewusst mit einem kleinen Rundumblick. Ich schaue, was im Kalender steht, was sich verändert hat, welche Aufgaben für heute geplant sind und ob es Dinge gibt, die meine Aufmerksamkeit jetzt sofort brauchen.

Allein dieser Schritt bringt Ruhe. Ich weiß, wo ich stehe.

Oft erledige ich dann auch ein oder zwei kleine Dinge direkt. Nicht, um mich abzulenken, sondern um anzukommen. Es ist wie ein Warm-up. Ich komme in Bewegung, in meinen Arbeitsmodus, in meinen Fokus.

Erst danach stelle ich mir die eigentliche Frage: Was ist heute wirklich wichtig?

Welche Aufgabe zahlt auf mein Ziel für diesen Tag ein und wo spüre ich gleichzeitig diesen kleinen, inneren Widerstand?

Und ja, dieser „Frosch“ ist nicht immer riesig. Manchmal sind es mehrere kleinere Aufgaben, die zusammengehören. Manchmal ist es einfach der erste Schritt, der Überwindung kostet. Für mich ist entscheidend, dass ich diese Aufgabe bewusst auswähle und ihr dann auch einen klaren zeitlichen Rahmen gebe.

Nicht alles, was nervt, ist ein Frosch

Ein Beispiel aus meinem eigenen Alltag:

Heute musste ich mich um ein Login bei einem Behördenportal kümmern. Wer solche Systeme kennt, weiß, wie schnell daraus eine Geduldsprobe wird. Technisch kompliziert, wenig intuitiv, hoher Nervfaktor.

Diese Aufgabe erzeugt definitiv Widerstand. Aber sie zahlt nicht auf mein Ziel für heute ein. Mein Ziel war Content für den Podcast zu erstellen.

Früher hätte ich vielleicht gesagt: Das ist nervig, also ist es mein Frosch.

Heute weiß ich: Nein. Nicht jede unangenehme Aufgabe ist automatisch die richtige für diesen Moment.

Der Frosch ist nicht das, was am meisten nervt. Der „Frosch“ ist das, was heute Wirkung hat.

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